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Wie viele Folien brauche ich für meine Präsentation?

Erstens: Es kommt darauf an

Es gibt Präsentierende, die zeigen alle paar Sekunden eine neue bzw. leicht veränderte Folie. Lawrence Lessig hat diesen Präsentationsstil bereits vor Jahren geprägt, die Lessig-Methode.
Auf der anderen Seite gibt es Vortragende, die zeigen überhaupt keine Folien.

Zweitens: Durchschnittswerte sind ein guter Anhaltspunkt

Rich Mulholland, ein Kollege aus Kapstadt, gibt als Richtwert „60 slides per hour“ an, also eine Folie pro Minute.
Das ist natürlich ein Mittelwert, denn jede Folie ist unterschiedlich lange zu sehen.
Was wir aber sagen können, ist, dass im Laufe des Jahres 2020 sich dieser Durchschnittswert verdoppelt hat. Rich spricht inzwischen von 120 Folien pro Stunde, also zwei Folien pro Minute.
Diese erhöhte Folienfrequenz ist auf die nun üblichen Online-Präsentationen zurückzuführen. Offenbar werden hier Sehgewohnheiten bedient, die wir vom Fernsehen kennen: Erklärvideos, schnelle Schnitte oder Animationen.

Drittens: Die Anzahl der Folien hat kaum noch Relevanz

Früher galt als Faustregel: Genau ein Gedanke pro Folie! Möchtest du mehrere Gedanken oder Sinnabschnitte präsentieren, dann verteile sie auf mehrere Folien.
Diese Regel gilt vom Prinzip her auch heute noch. Jedoch gibt es einen Trend, Sinnabschnitte in Folien-Sequenzen zu präsentieren. Statt einer Folie sehen wir nun mehrere nacheinander, auf denen Schritt für Schritt die Botschaft aufgebaut und vermittelt wird.

Viertens: Denke ab jetzt in Szenen, nicht mehr in Folien

Präsentationen sind Inszenierungen. Wir setzen damit etwas in Szene. Und so eine Szene muss nicht aus einer PowerPoint-Folie oder einer Folien-Sequenz bestehen.
Szenen können zum Beispiel ein Dialog auf der Bühne, eine Mentimeter-Umfrage, ein Video oder ein Call to Action sein. Oder eine Visualisierung mit dem Flipchart. Oder das feierliche Enthüllen eines Produktes vor der Kamera …
Überlege ab jetzt, wie du deine Inhalte inszenierst und befreie dich dabei vom „Zwang“, alles mit PowerPoint-Folien darzustellen.

Dein Lohn: Volle Aufmerksamkeit deines Publikums und nachhaltige Wirkung deiner Präsentation!

Zusammengefasst (Merke, merke!)

  1. Wie viele Slides nötig sind, ist gar nicht mehr die Frage – Frag dich: Wie viele Szenen brauche ich?
  2. Eine Szene entspricht einer Idee oder einem Gedanken, einem Argument, einem Sinnabschnitt.
  3. Deine Präsentation ist das gesamte Ereignis, nicht nur „die PowerPoint“. Es ist immer die gesamte Inszenierung.

Viel Spaß beim Hören!

Shownotes

Credits

Episoden-Bild: Kelly Sikkema, Unsplash.

Unsere Portrait-Fotos: Nina Grützmacher.

Podcast-Postproduktion, Januar bis Juli 2021: Dirk Kuckertz, Tonwerk Eschweiler.

Musik, ab 31.12.2020: „Funky Illusion“ von Pavlo Butorin (PremiumBeat),
bis 17.12.2020: „Endless Possibilities“ von Peter McIsaac Music (PremiumBeat).